Donnerstag, 8. Dezember 2011

Musste das jetzt sein?

Heut gibts nicht so viel Neues...

Habe heute rekordverdaechtig wenig geredet, nur vor mich hingemurmelt, als ich versuchte, mich auf mein Buch zu konzentrieren. Und konzentriert habe ich mich auch rekordverdaechtig. Habe heute an die 150 Seiten Android-Programmierung durchgeackert. Das Buch hat an die 700 Seiten, glaube ich. Naja. Jetzt wo ich die Grundlagen verstanden habe, kann ich auch mit der Praxis loslegen. Hoffentlich schnell und hoffentlich bald hab ich dann einen praesentier- und funktionsfaehigen Prototypen vor mir. :)

Hund wird mehr und mehr zum Quaelgeist. Weiss nun, dass ich ihn einfach "links liegen lassen" muss, damit er nicht immer ankommt und mit mir spielen will. Das und sein ( und mein ) Boss, der anscheinend die Angewohnheit hat, an mir vorbei mit meinem Co-Worker laut Konzepte zu besprechen... das zerrt ein wenig an meiner Konzentration. Da ist tiefes Durchatmen angesagt..

Meine Lunch Box wurde mir uebrigens heute von meinem Boss angesabbert und angekaut und voller Hundehaare zurueckgegeben, nachdem Asher ( das grosse Hundevieh ) wohl gelangweilt meine Tasche nach Essbarem durchschnueffelt haben muss... irghs... Zum Glueck war mein Sandwich 2fach verpackt.

Ich brauch das Wochenende. Jetzt. Wird Zeit.

Achja! Ich hab mein Visum nun offiziell erhalten! :)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Halbzeit!

Ok. 3 Tage im neuen Job ueberstanden, ich gewoehne mich langsam an die Situation.
Mittlerweile hab ich mir die Namen der anderen endlich merken koennen. Und ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, alles Neue zu notieren, damit ich ja nichts vergesse, nachfragen muss und damit meine Deckung in Gefahr bringe.

Meine Arbeitsumgebung ist nun endlich komplett aufgesetzt. Heute habe ich dann auch endlich die iPhone app auf meinem iPad zum Laufen gebracht. Nebenbei bin ich auch noch zum offiziellen Apple App Developer geworden, habe mir naemlich einen Development Account geleistet - kostet leider Geld pro Jahr.. Nun kann ich auch selbststaendig Apps in den App Store schmeissen und ein Heidengeld damit machen - wenn ich saumaessiges Glueck haben sollte, die megagroesste Idee zu haben, die so dumm und offensichtlich ist, dass noch keiner der 100.000de von App Developern drauf gekommen ist. Achja, und einfach zu implementieren muss die auch sein, denn ich bin ja kein Superstar, bis jetzt. :)

Der Hund ist wirklich ein wahres Charaktertier... Eine wahre Mischung aus Schlabbern und Gewinsel. Langsam bekomme ich den Verdacht, dass seine feine Nase mein Parfum nicht so ausstehen kann und deshalb meine Handgelenke so dringend von diesem Duft befreien muss. Ich werd das bei Gelegenheit genauer untersuchen und mal eine Testreihe durchfuehren muessen.. :)
Sein Winseln und Bellen und Jaulen kommt vor allem dann vor, wenn er einfach... Herrchens Aufmerksamkeit will. Unglaublich. Ein absolutes Riesenbaby. Mit der Laufgitter-Absperrung vor dem Cubicle-Ausgang kommt mir das Cube sowieso eher wie so ein Baby-Laufstall vor... lauter angesabbertes Hundespielzeug ueberall, ein grosser Trinknapf in der Mitte und ein Haufen von Hundepellets. Naja.. und dann ist da der Kaefig, die Strafmassnahme, wenn er sich mal wieder daneben benommen hat.
Wenn ich sowas dann erlebe, fange ich dann doch an ernsthaft zu ueberlegen, ob ich mir wirklich irgendwann mal so ein Tier anschaffen moechte...

Eine Sache mit der ich sehr zu kaempfen habe ist, dass ich kaum Zeit fuer mich habe... Ich stehe irrsinnig frueh fuer meine Verhaeltnisse auf, so dass ich gegen 8Uhr auf Arbeit erscheine. Meinen Kaffee nehme ich mir mittlerweile mit auf den Fahrtweg. Ein ausgiebiges Fruehstueck ist da nicht bei drin. Mittags? Naja. Weil wir nicht gemeinsam lunchen gehen, und weil mittag fuer mich ja schon halbtagszeit bedeutet, ess ich schnell meine Stulle am Schreibtisch anstatt mir eine ausgedehnte Pause zu goennen. Weil : wenn ich schon so frueh zur Arbeit gehe, will ich ja auch frueh wieder zuhause sein. Klappt so halb. Aber ich muss dann auch frueh zu Bett, um mein Schlafpensum einzuhaltem. Eine Krux.

Naja. Wie gesagt.. Halbzeit der ersten Woche. Noch 2 Tage bis zum Wochenende!! :)

UPDATE:
Ich habe uebrigens bisher nichts weiter von SMI gehoert. Ken antwortet auf keine meiner Mails und alles was ich bisher bekommen habe, ist gestern ein Schreiben meines Health-Care Providers, eine Termination Notice. Auf Grund von Nichtbezahlung des Gruppenbeitrags wurde die Mitgliedschaft beendet. Also ist es alles wahr. Fuehlt sich komisch an.. So wie der Tag nach dem Disaster, welches man gerade mal so eben ueberstanden hat, aber welches einen so erschuettert hatte, dass man sich nicht erinnern will, sondern nur nach vorn schauen moechte.
Klingt dramatisch, aber Gefuehle moegen das Drama eben.

Dienstag, 6. Dezember 2011

2-Day-Old Impressions

Tag 2 liegt hinter mir. Es ist 6.30Uhr abends und stockfinster draussen. Ganz klarer Fall von Winter. D.h. ich komm bald nach Deutschland! :))

Habe heute mein Work Environment vollstaendig aufsetzen koennen. Neues MacOS? Laeuft. Neustes XCode mit neuster SDK? Dat loeppt. Eclipse? Auch installiert. Mit allem Android pi-pa-po dabei. Sogar schon noch schnell ein Sample kompiliert. Funzt!
Nur das mit dem iPhone Projekt, das ich uebernehmen soll, das hab ich noch nicht zum Laufen bekommen. Der Developer, der das Ding aufgesetzt hat, der hatte ja wenigstens Ahnung von Programmieren! Schaut doch schon ziemlich advanced aus..Und genau wegen seinen Advanced Options hab ich nun einen Linker Error, den ich nicht anfassen will. Also warte ich auf seine Email. Und mir im Nacken hocken die Leute aus meiner neuen Firma.

Heute haben wir im Team-Effort ein wenig Bonding betrieben. Ich wurde als neues Mitglied im Team begruesst bei einem Company-Lunch. War ganz nett. Dabei filtert sich nur immer mehr raus, dass ich nicht in dieses Team so recht passen will. Alles "Alte Herren". Familienvaeter in ihren spaeten 40ern. Und alle kennen sich entweder schon seit Jahrzehnten oder seit zumindest ein paar Jahren, weil ihre Kinder in die gleiche Klasse gehen. Irghs.

Also ziemlicher Altersunterschied bringt natuerlich stark unterschiedliche Interessen mit. Na eins ist klar. Arbeitsfreunde werde ich niemals mit nach Hause bringen.
Aber wie es den Anschein hat, wird viel auf die naechste Zukunft gesetzt. Sie haben ziemlich grosse Plaene ( mir is ganz flau geworden, als ich endlich mal erfahren durfte, was ich bis Maerz alles geleistet haben muss ). Und sie wollen das Team jetzt innerhalb der naechsten 2 Monate nochmal um 2 Leute verstaerken. Zumindest finanziell schaut die Lage der Firma ziemlich stabil aus. Um meine Paychecks muss ich mir bei denen zumindest vorerst keine Sorgen machen. ....das heisst, wenn ich denn alles so hinbekomme, wie sie sich das so vorgestellt haben. Bin gerade etwas eingeschuechtert. Aber da der erste Eindruck ja bekanntlich alles zaehlt, lasse ich es mir noch nicht allzu sehr anmerken. Fake it until you make it!

An die neuen Arbeitszeiten muss ich mich auch erst noch gewoehnen. Wegen akutem Parkplatzmangel ist man naemlich immer schon gegen 8Uhr in der Firma anwesend. Vorteil: Frueh Feierabend. Heute war ich um 6Uhr abends zuhause.Und jetzt sind es gerade mal 2.5h spaeter und ich liege schon im Bett und bin kurz davor das Licht auszumachen. Gaehn... Also da war das dann mit der Jugend... Gute Nacht! ;)



Montag, 5. Dezember 2011

Und wieder ins Startup-Wasser geplumpst

So habe ich ihn ueberlebt, meinen ersten Tag in meiner neuen Firma. Nur schlicht dem Ablaufplan folgend, bloss nicht urteilen.
Mein Bauchgefuehl hockt schmollend in der Ecke, weil ich es komplett ignoriere. Aber in den Momenten, in denen ich ihm mal Aufmerkdamkeit schenke, sinkt mein Mut.. Deshalb lieber nicht drauf hoeren und das Ganze sich erstmal die erste Woche anschauen.

Meine ersten Eindruecke:
Um 8.30Uhr morgens sollte ich schon auf der Matte stehen zur New-Hire-Orientation. Ich wurde mit einem Packen voller Formulare zur Ausfuellung und Unterzeichnung abgefertigt, was mich dann erstmal eine gute halbe Stunde beschaeftigt hatte.

Dann wurde ich von der HR-Frau zu meinem CEO begleitet. Die Etage kannte ich ja schon, aber wo vorher noch reichlich Platz im Buero war, war jetzt ein klarer Raumteiler im Bau, der einiges an Umstrukturierung erahnen liess: Die Gesellschaft, in deren Gebaeude wir sitzen, expandiert explosionsartig - und schon wieder bedeutet dies einen Geschaeftsumzug fuer mich. In 2 Wochen werden schon wieder Kisten geschleppt.

Mein CEO, Steve, hat mich in seinem Cubicle mit untergebracht. Das selbige teile ich mir noch mit einem Phillippino und einem Riesenhund. Der letztere ist nicht nur verspielt und aufmerksamkeitsbeduerftig, er hat auch noch die Eigenschaft, Neuankoemmlinge wie mich komplett abzuschlecken. An diesem Tag hatte ich mehr als nur einmal das Beduerfnis, eine ausgiebige Dusche zu nehmen...

Nachdem Steve mir letzte Woche angekuendigt hatte, mein Arbeitsplatz sei vorbereitet, habe ich mit gewissen Erwartungen dem Ganzen heute entgegen gesehen. Aber was ich dann vorgefunden hatte, war nicht annaehernd meinen Erwartungen entsprechend:
Mein Laptop war ein altes MacBook, komplett dreckiges Touchpad.. eklig halt. Aber die Mouse, die dabei lag toppte alles, denn die muss der Hund mal ordentlich abgeschleckt, durchgekaut und anverdaut haben. Hat sich wirklich schleimig und eklig angefuehlt.

Ok, nachdem ich die dinge notduerftig gereinigt hatte, habe ich den Content des Laptops inspiziert. Mein User war nicht aufgesetzt. Kein XCode installiert. Am Ende war fuer mich klar, mein Job wird eine One-Man-Band. Ich muss alles selbst machen. Startup eben. ...Oder?

Nebenher bekomme ich mit, dass ich erstmal als erstes mal den code fuer die existierende iPhone app zum Laufen bringen soll und von da aus dann mich an meine erste Aufgabe machen soll, das Ganze nach Android zu portieren. ANDROID?! So schnell koennen sich Jobanforderungen aendern.. zuerst hiess es beim Gepraech, erweitern der existierenden iOS Loesung, dann lese ich im Offer letter was von IOS und Android... und nun hoere ich, das Android komplett im Vordergrund steht, weil app ja auf iphone laeuft. Ja, sag einmal....

Ok. Diese Info und ein paar Zugangsdaten habe ich bekommen. Und dann war ich auf mich allein gestellt. Gut dass ich das schon von SMI her kannte... so habe ich erstmal recherchiert, was ich denn alles brauche. Nun.. OS zu alt... muss geupdatet werden. XCode kann ich erst runterladen nach erfolgtem Update und auf der Androidseite sah das auch allesnicht berauschend aus.... So hab ich den Tag mit Warten, Recherche und Tutorials verbracht. Als dann das MacOS update (download) in den letzten Zuegen liegend einfach alle fuesse von sich gestreckt und den download abgebrochen hatte, hatte ich die nase voll und bin auch einfach heim gegangen. Ueberstunden muss ich ja nun nicht auch noch gleich zuhauf am Anfang machen.

Ansonsten zaehle ich 7 Leute und einen Hund in unserem Office. Alles Maenne, keiner redet smalltalk. Wenn geredet wird, dann hoere ich meistens nur Sarkasmus. Angespanntheit und Stress vielleicht?

Wie gesagt.. mein Bauchgefuehl mag mich gerade nicht so, weil ich es ignoriere. Aber gehoert habe ich es. Ich werde dem Ganzen dennoch eine Chance geben und mir das mal fuer ein paar Wochen ansehen. Schliesslich bekomme ich ja Gehalt. Und das ist gerade ein ganz ungeheurer Motivationsfaktor. Vor allem, wenn es alle 2 Wochen gezahlt wird. :)

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ausgang

Nachdem ich gestern noch einmal fleissig an meiner noch ausstehenden App - "meiner Abschlussarbeit" - programmiert habe, habe ich mich dann doch dazu aufgerafft, mich schon um 5 Uhr morgens aus dem Bett zu quaelen, um mit Christine Richtung Arbeit zu fahren, und an der SeaBus Station abgesetzt zu werden. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: Es ist Winter und demzufolge begann es erst zu daemmern, als ich endlich einen Coffee Shop nahe Granville Island gefunden hatte.

Nun ist es also schon seit ca 1.5h hell(er), obwohl ich immernoch die Sonne vermisse. Stattdessen scheint sich eine Art Hochnebel breeitgemacht zu haben, der die Aussicht auf einen sonnigen Wintertag etwas vermiest.

Also habe ich beschlossen, ich werde mich einfach auf den weiteren Fussweg zum Stanley Park machen, um dort dann den Tag im Aquarium zu verbringen.
Auf meinem Weg hierher habe ich festgestellt, dass mir eigentlich viel mehr nach Natur ist als die Stadt aufs Neue zu erkunden.

Bin eben kein Stadtmensch. Na, dann mal los and Fische erkunden. Google Maps hat mir ausgerechnet, dass es ca 45min Fussweg bis Stanley Island sind. Es ist nun 9am, mein zweiter Kaffee schon in meinem Bauch und soooo warm und gemuetlich ist es hier nun auch wieder nicht, dass ich den ganzen Tag hier im Coffee Shop verbringen moechte.

Uebrigens habe ich gehoert, dass ein Weihnachtsmarkt hier in der stadt aufgemacht hat, so mit richtigem Gluehwein und so. Die Kaelte is definitiv richtig. Aber wer will denn schon um 9 Uhr morgens mit Gluehwein loslegen? :o)

Gut, dass ich das letzte Mal vor 2 Jahren die Stadt fast vollstaendig photografiert hatte.. Heute ist mir naemlich mehr nach Haende im Mantel verschwinden lassen, um sich gut gegen Kaelte abzudichten, statt froehlich mit der Kamera herumzuwedeln. Kann ja noch kommen. :)

Dienstag, 29. November 2011

So sieht das aus..

So sah das gestern aus...



Und heute dann kam die Post...


.. und ploetzlich fuehlt sich alles anders an. Zur selben Zeit kommt die Email von meinem kuenftigen Arbeitgeber. Ich soll am Montag nicht spaeter als 8:30Uhr morgens auf der Matte stehen, um die Formalitaeten zu regeln.  - Und nur aus Trotz hab ich zurueck gemailt: "Und ich werd' schon um 8-8:15 Uhr bei Euch auf der Matte stehen. So! Und ich freu mich schon! So!".. aber in Wirklichkeit wird mir ganz flau in der Magengegend... Es wird Ernst.. Nun muss ich mich von ganz Neuem beweisen. Und dieses Mal habe ich die volle Verantwortung auf mir selbst, meinen Kenntnissen und meiner Eigenmotivation sitzen... Ich wuenschte mir, da waere jetzt jemand, der mich so gut kennt wie - oder eben besser als - ich mich selbst, der mir auf die Schulter klopft und sagt.. "Das wird schon. Ich weiss, Du kannst das." ...

Aber dann atme ich tief durch, weil ich weiss, dass ich diesen Job niemandem anders ueberlassen kann, und sage mir: "Natuerlich werd ich das packen. Ich hab alles bisher - ob super, gut, oder eben gerade so - gepackt, da wird ich das hier nun auch schon packen."

Und trotzdem...ein wenig mehr Mut und Zuversicht haette ich nun doch gern...

Montag, 28. November 2011

Endlich richtiger Urlaub.

Es ist Montag. Und ich bin bis 11 Uhr einfach so im Bett liegen geblieben. Wann gab's das denn das letzte Mal?

Einfach faul sein, niemandem Rechenschaft dafuer ablegen zu muessen... das darf man dann Urlaub nennen, oder?

Naja, ein ganz klein wenig schlechtes Gewissen, weil ich ja schliesslich Tourist bin. Da muss ich auch mich wie einer verhalten und typische Touristen-Aktivitaeten uebernehmen: am Tag durch die Gegend duesen und den Lonely Planet abarbeiten und abends dann (im Hotel) den naechsten Tag planen.

Aber mal ganz ehrlich: Faulenzen ist viel besser. :)

Und heute habe ich die Neuigkeit erfahren: mein Filing receipt fuer mein visum ist endlich per Post bei meinen Anwaelten angekommen und befindet sich nun auf dem FedEx-Weg zu mir nach Maple Ridge.

Also : Viva Vacations!

Sonntag, 27. November 2011

Flug umbuchen - der ultimative Langeweilekiller

Eigentlich wollte ich ja nur bis heute mittag hier bleiben. So hab ich meinen Flug zumindest vier Wochen zuvor gebucht. Was mir erst spaeter aufgefallen war: auf meinen Rueckflug hat mich Expedia mit United Airlines in der ersten Klasse einquartiert! Wahrscheinlich wegen Ueberbuchung. - Und damit fing der ganze Mist erst an kompliziert zu werden.

Wegen der ganzen Visumsgeschichte, die sich so hinausgezoegert hatte, hatte sich nach einer Menge hin und her mit meinen Immigration Lawyers dann herausgestellt, dass ich am besten laenger in Vancouver bleibe und dazu meinen Flug besser um eine Woche nach hinten verschiebe.

Dienstag abend hatte ich bei Expedia versucht, den Flug umzubuchen. Nach einigem Diskutieren wurde mir angeraten, meinen Flug teilweise wahrzunehmen, den Rueckflug dann aber in Vancouver direkt umzubuchen.

An diese Aufgabe hatte ich mich dann Freitag abend nach Mt. Whistler, supermuede vom Skilaufen, gegen kurz vor zehn gemacht.

In die erste Warteschleife kam ich schon nach 2 Minuten, weil bei einem Flug nach Kanada die US-Kanadische Freundschaft ihre Grenzen schon erreicht hat und alles in eine internationale Angelegenheit umgewandelt wird: ueberschreitet schon die Vollmacht des normalen Expedia Callcenter Agents. Da muss der Supervisor ran.

Anscheinend hatte Expedia mit einer ganzen Menge von internationalen Zwischenfaellen zu kaempfen, denn aus dieser Warteschleife wurde ich erst ca 30 Minuten spaeter wieder befreit. Nur um am naechsten Problem zu scheitern: Der 1.Klasse - Rueckflug, den ich nicht mal fuer 1.Klasse gefordert hatte, erlaubte kein degrading zur normalen economy class. Soll heissen, ich sollte zu den 150USD Aenderungsgebuehr noch den Preisdifferenzaufschlag zahlen. Das ist dann die Preisdifferenz zu dem aktuellen Rueckflugsticket-Wert und wieviel ein Rueckflugticket wert sein wuerde, wuerde Expedia es zu denselben Bedingungen (1. class) zum aktuellen Preis erstehen. Kurzum, die > 1000usd erschienen wahnsinnig hoch fuer mich.

Mein dritter Kontaktversuch war mit United Airlines direkt. Der Customer Care Agent hat es sich 150usd+25usd travel agency fee kosten lassen, um mich innerhalb von 5 Minuten auf den gewuenschten Flug 7 Tage spaeter gebucht zu haben. Expedia benutze ich ab jetzt nur noch, um Fluege nachzuschauen. Aber die Buchungen finden ab jetzt nur noch direkt ueber die Airlines direkt statt.

Samstag, 26. November 2011

Urlaub! Wie fuehlt sich sowas an..?

Bin nun seit Donnerstag in Canada. Was kann Regen doch deprimierend sein!
Den hatten wir heute den ganzen Tag. Bindfaeden. Das bin ich gar nicht mehr gewohnt.
Dafuer war es gestern ausnahmslos schoenes Wetter. Chris und ich haben uns frueh frueh morgens (sehr dunkel draussen) ins Auto gesetzt und sind nach Mt. Whistler gefahren. Wo in Vancouver und Umgebung noch nichts von Schnee zu sehen ist, da ist umso mehr in den Bergen zu sehen. Die Nacht zuvor hat es cm- weise Neuschnee gegeben, und gestern war der 2. Tag der Ski- Saison. Es war ein Freitag, also noch unter der Woche. Und es war traumhaft. Und schmerzhaft (hab mich hingelegt). Und es war relativ wenig los! Der Schnee auf den Pisten war so sehr Powder, dass er die Snowboarder zum Weinen gebracht hat ( naja, ich hab niemanden weinen gesehen, nur ganz ganz ganz happy - haette natuerlich auch vom Weed stammen koennen, das ich mehr als einmal um mich herum gerochen habe). Wirklich schoenes Skigebiet. Auch sehr malerisch. Natuerlich unvergleichbar mit den Alpen. Aber 1000x besser als Tahoe. Vermisse hier in Nordamerika ueberhaupt die Skihuetten zum Einkehren, mit Sonnendeck und sowas.

Und das mit dem Carving, das hab ich auch noch nicht so drauf. Aber was verlangt man auch von mir. Als ich beim Skiverleih gefragt wurde, was ich denn mit meinen Skiern vorhaette, meinte ich "hm..getting down the hill..?".. Ich glaube, dass ich als Intermediate anstatt als absoluter Beginner eingestuft worden bin, verdanke ich nur der Tatsache, dass ich das mit einem sarkastischen Ton und einem etwas spoettischen Gesichtsausdruck gesagt hatte.. Naja. Deshalb wohl auch die Carving-Ski und der Schee in meinem Gesicht. Aber gegen Abend war alles gut.

Haette meinen Freitag auch mitten drin im Black-Friday-Sale Shopping-Wahn verbringen koennen. Dieser Tag scheint eine weitere erfolgsversprechende Wirtschaftserfindung zu werden. Gleich hinter Coca Colas Santa Clause und dem Valentinstag. Da Vancouver so nah an der US-Genze liegt, schien es gestern einen Wahnsinns- Stau an der Grenze gegeben zu haben. Ich hatte auch was von dem Einsatz von Pfefferspray gehoert, zur Wiederherstellung der Ordnung in einem Laden. Wirklich. Beim Ausverkauf vor allem von Te hnik (von zwischen 20-80% Preisrabatten) sieht wohl jeder alles in einem roten Schleier, verwandelt sich zum Zombie murmelnd "muss...haben...jetzt...".. Vor allem Walmarts machen immer wieder Schlagzeilen, was Zwischenfaelle anbetrifft. Im Radio gestern wurde erzaehlt, dass Walmart mit Absicht die Gaenge zwischen den Regalen verengt, um die Menschenmassen zusaetzlich unter Druck zu setzen. Als Effekt, greift der panische Einkaufszombie nach allem, was er auf den ersten Blick interessant findet, gar keine Moeglichkeit zum weiteren Nachdenken habend, weil er von nachdraengenden Menschenmassen pausenlos nach vorn gedrueckt wird. Muss sich wie durch einen Fleischwolf gepresst werden anfuehlen... Kein Wunder, dass solche Aktionen einen grossen Part des Weihnachtsgeschaefts ausmachen. Ob solche Gueter dann wohl auch vom Umtausch ausgeschlossen werden?


30 Minuten Gehirnentleerungsuebung

STRESS
Mein gefuehlter Stresslevel ist zu hoch. Und ich stecke nun im Flugzeug fest. Und ich habe ein iPad dabei. Also uebe ich mal meine "30 Minuten-Schreib-Alles-Nieder, was-Dir-Gerade-Im-Kopf-Rumschwirrt"-Uebung. MBSR. Mindfulness-Based Stress Reduction. Was hat mir dieser Kurs doch geholfen. Bei Allem. Nun weiss ich mit medizinischer Sicherheit, warum das Ausatmen so wichtig ist. Dass und wie man sich tatsaechlich aus Gedankenspiralen selbst befreien kann. Dass wir nur ganz wenige Dinge in unserer Umwelt beeinflussen koennen - aber dass wir uns damit stressen, alles beeinflussen zu wollen. Ich kann niemanden aendern, nur mich selbst. Und das Vergleichen von sich selbst mit anderen ist das Patentrezept zur Unzufriedenheit und einem kurzen stressreichen Leben, das nicht wirklich gelebt wird.

Visumstransfe(a)r
Ich bin nun auf dem Weg nach Kanada. Quasi ein Zwischenschritt auf dem Weg von einem Job zum naechsten. Dieser Transfer hat mich die letzten Wochen schon ziemlich genervt. Normalerweise ganz unkompliziert. Aber zur Erinnerung: Ich mag es kompliziert. Oder die Kompliziertheit mag mich. Weiss ich nicht.
Nachdem ich Anfang November endlich ein Angebot von meinem naechsten Arbeitgeber bekommen hatte, haben wir gleich den Transfer eingeleitet. Ich wollte schon am 28.11. anfangen. Mein erstes Gehalt haette ich schon zu Weihnachten in der Tasche, weil ich dort alle zwei Wochen Gehalt bekomme. Perfekte Situation. Nur war Space Machine der Faktor, der alles durcheinander geruettelt hatte. Nachdem ich alle notwendigen Dokumente innerhalb von 2 Tagen fast vollzaehlig den Anwaelten weitergeleitet hatte, fehlte nur noch der letzte Paycheck von Oktober. Irgendwann um den 15.11. wurde es mir zu bunt. Ich habe lauthals protestiert. Nur nach endlosen offiziellen Emails mit allen anderen im CC: habe ich John endlich dazu bewegen koennen, mir mein Gehalt zu ueberweisen. Woher das Geld gekommen ist, ist mir bis heute noch nicht klar, denn offensichtlich waren ich und Bob die Einzigen, die ihr Oktobergehalt bisher gesehen haben. Die anderen warten heute noch darauf. (Wobei Oktober wenigstens gesichert ist, da wir noch ausstehende Forderungen hatten.)

Meine Dokumente waren endlich vollzaehlig, aber die Zeit wurde knapp und ich habe Premium Processing beantragen koennen. Das heisst, die Visa- Behoerde verspricht, sie werden innerhalb von 15 Tagen reagieren. Das sollte mir reichen,denn ich brauchte nur das paper Filing Receipt von ihnen, um meinen naechsten Job starten zu duerfen. - und um aus Kanada wieder in die US einreisen zu duerfen.

Am 18.11. wurden die Dokumente endlich abgeschickt. Und gestern habe ich endlich erfahren, dass das filing receipt schon ausgestellt worden ist.
Nur brauche ich nun nur noch auf die Post warten...

UPDATE (26.11.11):
*DONNNG*, das waren sie, die 30 Minuten...Oder die Landung des Flugzeugs?

Donnerstag, 24. November 2011

Der letzte Moment...

Gestern habe ich ein ganz schoen grosses Kapitel abgeschlossen - und so einfach war das gar nicht, tu mich auch schwer mit Abschliessen. Also, das war mein letzter Tag vor Ort bei Space Machine.

Anscheinend bin ich aber auch so eine kleine Drama Queen, musste schliesslich bis zur allerletzten Sekunde warten, bis die Titanic beinahe untergegluckert waere. Am Dienstag habe ich erfahren, dass Space Machine zu Ende November pink slips an seine Mitarbeiter verteilt, weil dem Mutterschiff seine Gaszufuhr abgeschnitten worden ist. Diesmal endgueltig. Und auf dem Weg zu meinem letzten Paycheck habe ich dann erfahren muessen, dass es zur Zeit keine Aussichten auf das Geld gibt. Denn das Mutterschiff hat keine Kohle, um uns unser letztes Gehalt zu bezahlen.

Koennte nun natuerlich verklagen, aber selbst diese Drohung hat nichts geholfen. Was bin ich froh, wenn ich aus dieser K...rise raus bin.

Normalerweise gibt es immer ein Abschiedslunch fuer diejenigen, die die Firma verlassen. Aber dank der ganzen Krise ist Ken lieber gleich zuhause geblieben, Yi und Sandra sind mittags schon heim gegangen. Und John und seiner Frau bin ich lieber fern geblieben. Wir haben in diesem neuen office eh schon viel zu nah beieinander gesessen. So blieb dann nur noch Eric, der Ken's Rolle uebernommen und mich zum Abschiedslunch ausgefuehrt hatte. Das fand ich nett von ihm.

Muss aber noch was fuer KidSpring zuende fuehren. Naechste Woche, wenn ichbein wenig Zeit fuer mich in Vancouver habe. Denn dahin hab ich mich gerade auf den Weg gemacht.
Und das mit einem Visa Transfer im Nacken. Verspricht noch aufregend zu werden, die Wiedereinreise in die Staaten...



Sonntag, 20. November 2011

Donnerstag, 17. November 2011

Also, wenn Space Machine ein (Raum-)Schiff waere..

..dann ist das hier eine sehr zutreffende Beschreibung aktuellen Situation:



Rechtzeitig vor Thanksgiving und Weihnachten, hat sich heute herausgestellt, dass unser CEO ueber keinerlei finanzielle Reserven mehr verfuegt, mit denen er sein Team bezahlen kann. 
Und zur Zeit scheine ich die Einzige unseres Teams zu sein, welche ihr Oktobergehalt endlich auf ihrem Konto sehen kann. Und das ist auch nur unter allergroessten Anstrengungen passiert - nachdem ich unseren CEO ueber eine Woche lang mit Mails und halb-ernstgemeinten Drohungen bombardiert hatte.


[.. und das ist nur die Spitze des Eisbergs der Stories, die ich als Erfahrungsberichte der letzten Wochen, erzaehlen kann...]


Die Anderen bekommen ihr Gehalt dann, wenn unsere ausstehenden Forderungen eingegangen sind. 


Und trotz dieses Wissens, gehen wir alle brav jeden Tag zur Arbeit. So fuehlt sich das also an, wenn eine Firma in den letzten Zuegen liegt... Ganz schoen dramatisch.


Den Absprung scheine ich gerade noch rechtzeitig geschafft zu haben. Ab Dezember habe ich einen neuen Job. :-) - Wenn mit dem Visa-Transfer alles glatt laeuft..:-| Ich druecke mir selbst ja schon seit 2 Wochen die Daumen...


... ... ... Meine Zeit bei der Spass-Maschine ... ... ... Das ist fast schon ein Buch wert...


Update (20.11.):
Nur noch 11 Tage bis Dezember und keine Idee, wie es finanziell weitergehen soll, geschweige denn wie wir fuer den aktuellen Monat entlohnt werden sollen. Also, Langeweile sieht anders aus.. :)

Sonntag, 21. August 2011

Lebensansaetze..

Vor einer Weile habe ich beschlossen, netter zu mir selbst zu sein. Ich moechte meinen Koerper mit mehr Respekt behandeln, ja sogar eins mit ihm werden und ihn akzeptieren wie er ist. Und ich moechte meinen Intellekt und meine Persoenlichkeit als das akzeptieren, zu was ich es gemacht habe - bis zu diesem Punkt.

Und das alles wirklich nur aus einer Motivation heraus: Ich will endlich wissen, wie sich Glueck und Zufriedenheit anfuehlt. Ich habe schon so viel davon gehoert, ich habe Momente in meinem Leben gehabt, wo ich diesem Gefuehl ziemlich nah gekommen bin - aber diese kostbaren Momente sind voellig untergegangen in der Unmengen an Zeiten voller U-Worte: Unbehagen, Ungluecklichkeit und Unzufriedenheit.

Das Jahr 2011 habe ich zu meiner Selbsterkundung auserkoren. Und warum auch nicht? Im Land des Sonnenscheins und gleichzeitig des selbstzermarternden Arbeitsstresses.

Innerhalb der letzten Monate habe ich einiges ausprobiert, um mich selbst gluecklicher zu machen. Ich habe einen Life-Coach, einen Career-Coach und nun auch noch einen MBSR('Mindfulness-Based Stress Reduction')-Workshop begonnen.
Ich habe Online-Partnerboersen ausprobiert, um meinem Single-Dasein endlich mal ein Ende zu setzen. Ich habe meinen Fitness-Club endlich mal gewechselt, um den Sportangeboten auch endlich mal eine Chance zu geben. Und ich habe versucht, mich von meinem Job zu loesen und mich anderweitig umzuschauen. Und alles in allem habe ich sehr viele Erfahrungen machen koennen. 

Man sagt ja, nur wenn man was riskiert, kann man auch gewinnen. Ich habe wirklich viel Energien in all das oben Erwaehnte gesteckt.  Ich warte noch auf meine eigene Erleuchtung...
Aber durch das Auseinandersetzen mit mir habe ich neue Seiten an mir kennengelernt. Und ich bin froh darueber.

Letztes Jahr um diese Zeit, es war ca. Mitte November, war ich so frustriert und deprimiert und so ziellos, dass ich das Gefuehl hatte, meine Identitaet verloren zu haben. Ich wusste nicht mehr, wer ich wirklich bin, was mich ausmacht, wo meine wahren Grenzen liegen und vor allem wusste ich nicht mehr, was ich mag, ob ich mag, wo ich bin und wo ich ueberhaupt hin will.

Es war so schlimm, dass ich eines Tages einen Life-Coach ausgegoogled habe. Sie hat mir dabei geholfen, dieses Land ein wenig besser zu verstehen, den Umgang miteinander, und vor allem hat sie mir vermittelt, dass all diese Erwartungen, die ich an mich selbst und an andere gestellt habe, niemals zu erfuellen sind.  - Und damit hat der lange Weg zur Besserung begonnen.

Als ich mich entschieden hatte, dass ich mich von dieser Arbeit loesen muss, hatte ich ein paar Bewerbungsgespraeche. Als die zu nichts wirklichem fuehrten ausser dass ich nur noch panischer  wurde, hatte ich mich wieder auf Google-Suche begeben und mir dieses Mal einen Career-Coach ausgegoogled. Dieser sollte mir helfen, mich auf den richtigen Weg zu bringen. Einen Weg, der auch mich persoenlich zugeschnitten ist. Ich haette nie gedacht, dass ich ihn quasi auf meine Gehaltsliste setzen wuerde. Regelmaessig, alle 2 Wochen, treffe ich mich mit ihm und versuche endlich, meinen Weg in die richtige Richtung zu ruecken.
Auch wenn ich meinen Traumjob noch nicht nach 4 Wochen in der Tasche hatte und auch immernoch nicht habe, hat mich mein Coach doch sehr viel gelehrt. Vor allem wieder, dass meine Erwartungen an mich selbst unuebertrefflich waren und Blockaden ausgeloest haben, die in Stress und teilweise sogar Panik geendet haben.

Mein Career-Coach hat mich auf das MBSR-Training gebracht, ein weiterer Schritt, der mich auf den richtigen Weg fuehren soll. Und so ganz langsam glaube ich, bekomme ich mein Leben mehr in den Griff.

Ich stehe zur Zeit sehr unter Stress. All diese alten Dinge, gegen die ich innerlich ankaempfe rauben mir unglaublich viel Energie. Energie, die ich brauche fuer die Kreativitaet und die Denkansaetze, die ich fuer meine Arbeit so dringend brauche. 

Aber ich glaube, ich beginne es langsam zu begreifen:
Man darf im Leben nichts als gegeben hinnehmen. Alles ist im Fluss. Wo haben Erwartungen denn da noch einen Raum zum Bestehen? Wenn etwas anders in meinem Leben laufen soll, dann kann ich nur an mir selbst herumschrauben. Alles andere ist ausserhalb meines Kontrollbereichs. Und das ist so schwer zu akzeptieren. Aber wenn.... dann wird das Leben erst richtig lebenswert.

Ein Antistress-Tipp fuer Beginner: Yoga

Sonntag, 6. März 2011

Health Care in den Staaten

Das Gesundheitssystem in den Staaten ist nicht gerade das Beste; das war mir bereits bekannt. Aber es ist dann schon etwas Anderes, wenn ich ploetzlich > 500 USD zahlen muss, weil ich mich einmal gruendlich habe durchchecken lassen. Ich bin platt. Und ein Hoch auf das Soziale Gesundheitssystem in Deutschland!

Wenigstens weiss ich nun, dass ich gesund bin.

Die Krankenversicherungen hier sind alle profitorientiert. Logisch. Deshalb geben sie Dir, je nach dem Plan, den Dein Arbeitgeber Dir gewaehrt, einen Basisfreibetrag pro Jahr, den Du ausschoepfen kannst ohne draufzuzahlen. Dieser Betrag war bei mir nach meinem ersten Arztbesuch voll ausgeschoepft. Auch wenn er schon recht human fuer Amerikanische Verhaeltnisse ist.

Das Problem ist, dass Du nicht weisst, wieviel jeder Besuch und jede Impfung kostet. Das macht eine Arztbehandlung entweder sehr teuer, oder zum Affentanz, bei dem der Arzt und der Patient sich sehr lange und sehr vorsichtig umkreisen, der Arzt auf seinen Profit bedacht und der Patient auf die Erhaltung seines teuer erarbeiteten monatlichen Gehaltes.

Und wehe, Du hast einen Unfall oder fuehlst Dich ungerecht behandelt. Dann hast Du alle Parteien gegen Dich.

Nun dann sind da Patienten, die sich einen guten Anwalt leisten koennen und damit vor Gericht gehen (und dabei gewinnen). Damit zwingen sie die Aerzte, eine entsprechend hohe Versicherung gegen solche Fehlbehandlungen abzuschliessen. Und sich einen guten Anwalt zu leisten.

Dementsprechend kommt es dann sehr unschoen zu Vorfaellen wie falsche Eintraege in den Krankenakten (herunterspielend, alles nur Wehwehchen), so dass der Patient dann spaeter nichts mehr nachweisen kann, wenn er das nicht wortwoertlich schwarz auf weiss gedruckt vorzeigen kann.

Kein Wunder, dass man hier in Kalifornien sehr stark auf den Erhalt seiner Gesundheit achtet. Hier moechte ich nicht chronisch krank werden.

Samstag, 26. Februar 2011

The fear of public speaking..

..wie ich nun genau dazu gekommen bin, laesst sich nur kompliziert erklaeren. Aber Fakt ist eines:

“You can gain strength, courage and confidence by every experience in which you really stop to look fear in the face. You are able to say to yourself, ‘I lived through this horror. I can take the next thing that comes along’… You must do the thing you cannot do.”
                                                                                            – Eleanor Roosevelt

Diese Aussage hat mich beeindruckt und ich stimme dem zu. Noch mehr hatte mich allerdings die Motivation dieser Aussage beeindruckt: Geaeussert hat die Gute das naemlich auf die Tatsache hin, dass sie urspruenglich schuechtern war und gar nichts von oeffentlichen Reden hielt. Und dann wurde sie die First Lady of the United States - und eine ganz brilliante Sprecherin.

Mein Tag heute war uebrigens arbeitsam. Ich hab wirklich viel zu tun..

Freitag, 25. Februar 2011

Wieder einer dieser Tage..

..wo irgendwie alles nicht richtig laeuft. Es laeuft, irgendwie, aber irgendwie fuehlt es sich nicht..-eben- richtig an.
Chris hatte heute seinen letzten Tag in der Firma. Und da er ein Messi ist, hatte er die letzten gefuehlten 6 Monate in der Firma mit nichts anderem verbracht, als seinen ganzen angesammelten Schrott und Krimskram in Kartons zu verpacken und auf den Weg nach Singapore zu bringen. Ja. Und dafuer wird ihm auch noch von unserem CEO gedankt. Dass er da war und SMI geholfen hat, seinen Weg zu finden. Ich persoenlich empfand ihn das letzte halbe Jahr eher als komplett ueberfluessig, und sogar als stoerend, hatte er doch nichts anderes zu tun als sich auf seinen Kram zu konzentrieren: packen und achja, Farmville und Konsorten zu spielen. Beides hat er in meiner unmittelbaren Naehe getan. Diese Dinger, mit denen man die Pakete zukleben kann, sind ziemlich laut und machen das konzentrierte Nachdenken schier unmoeglich. Nicht zu vergessen das 'click-click' und 'bling-blong-blubb' von diesen ganzen Zynga-Facebook-Spielen wie Farmville und Cafe...Cafe...-naja, eben Cafe-dingsbums.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich ihn nun nicht mehr sehen muss. Nachdem er mich vorgestern als 'Bitch' beschimpft hatte, weil ich es wagte, mich darueber zu beschweren, dass er mich mutwillig mit seiner Grippe ansteckt, und nicht nur mich sondern die ganze Firma. Er hat sich entschuldigt, spaeter. Das ist aber auch das Allermindeste. Schliesslich haben heute meine Halsschmerzen begonnen...

Dagegen habe ich heute mit Geetha gesprochen und nun die Sorge, dass sie bald auch aus meinem Firmenalltag verschwindet. Die Ratten verlassen das Schiff. Es wird Zeit. Und ich bin heute eben nicht ganz so selbstbewusst wie z.B. gestern. Eben weil heute alles nicht wirklich richtig laeuft.
Eigentlich sollte ich jetzt mittlerweile in Tahoe in der Ski-Huette sitzen und einen warmen Tee oder ein Weinchen trinken und anregende Unterhaltungen mit anderen interessanten Leuten fuehren. Aber ich habe abgesagt. Dieses Wochenende ist wieder mal Interview-Vorbereitung angesagt. Wie jedes Wochenende. Nur dieses Wochenende muss ich ganz schnell noch nebenher Java lernen. So am besten alles an Java, was ich in meinen Kopf hineinpusten kann. Denn naechste Woche habe ich ein technisches Phone-Screen. Mit Live-Webchat und code-Geschreibsel. Die wollen meine Programmierkenntnisse checken und meinen Verstand. Glaenzend.

Ich sollte jetzt meine Tafel Schokolade verdruecken, mich tief unter die Bettdecke verkriechen - und einfach schlafen. Dann sieht die Welt morgen schon wieder viel besser aus. Denn es ist eben alles eine Sache der Einstellung. Ich sollte das sportlich sehen und mich gar nicht erst aufregen. Dient alles der Uebung. Gelle...

Donnerstag, 24. Februar 2011

Some thing Californians get all EXCITED about..

Wo gehobelt wird, da faellt auch Spaene. Spaene? Ich glaub, das hiess so, oder?
Ok. Um sicher zu gehen, hier nochmal etwas anders:
Wo gehobelt wird, da fallen auch Schnipsel.
Das gefaellt mir besser. :-)
Also jetzt aber Bezug bitte, Frau Buhr! Heute soll es Schnee geben. Hier in der Bay Area. Und alle sind ganz aufgeregt. Verkehr wird brach liegen. Schneekettenpflicht fuer Napa in den hoeheren Lagen. Wegen der paar Flocken?

Aber wir als Hamburger koennen das ja nachvollziehen. Schliesslich trifft Schnee Hamburg auch immer voellig unvorbereitet. Alle um mich herum hier im Office sind entweder krank oder werden es gerade. Grippe sucks. Hab mich schon mit Multivitaminen vollgepumpt fuer heute.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Dieser Babauta...

..da hat der Leo mal wieder ein Kaninchen aus dem Hut gezogen.

Kernaussage von diesem Artikel ist alt Bekanntes:
Jeder ist sich selbst seines Glueckes Schmied.
- und wenn Du keinen Job hast oder Deiner Dich frustriert, dann bau' Dir einfach Deinen eigenen Traumjob. Eben Le(g)o - like. Ist das so einfach? Und woher kommt die wahre Motivation?

Konvertiere uebrigens gerade zum Geek. Oder Nerd. Oder Dork? (sehr gutes Buch -und blog- uebrigens: Being Geek). Wieviele Programmiersprachen-Fachbuecher muss man sich innerhalb der letzten 6 Monate angeschafft haben, um das Rahmenkriterium zum Geek zu erfuellen? Allein gestern waren es 3 dicke Waelzer, die mich mit nach Hause geschleppt habe! Da gibts aber einiges von der Steuer abzusetzen, das naechste Mal... aber Hallo!

...soviel zum Thema : jeder sich selbst seines Glueckes' Schmied....jaja... (Horn-) Brille brauch ich bald, wenn das so weitergeht...

Und ich weiss auch gar nicht mehr, wann ich zuletzt so richtig sozial war und abends zu einer Party zu Freunden gegangen bin.. - muss ich mir Gedanken machen?!

...
    ...
         ...
              NEIN.

Ich bin auf Jobsuche. Ich glaub, da ist ein wenig Geek/Nerd/Dork-tum schon noch vertretbar. Zeitweise.
  

Hmm...also so wie der Tag bisher gelaufen ist...

.. vielleicht doch nur eine Liebeserklaerung statt zwei?

'...send light and love to all...' ..naja.

Todo - List for today: 2 Liebeserklaerungen machen

- Mein Arbeitskollege:
Ich habe nun schon so viel Zeit in Gedanken mit ihm verbracht, dass ich das Gefuehl habe, es wird langsam mal Zeit, dass ich ihn wissen lasse, wie sehr ich ihn mag - bevor er die Firma verlaesst (in 2-3 Wochen)...

- Pixar:
Dasselbe hier: Ich habe nun schon so viele Stellenausschreibungen von Pixar gelesen, die vollends auf mich zutreffen, doch ich hab zuviel Zeit damit verwendet, meine Liebeserklaerung an diese Firma aufzuschieben, dass ich bald keine Zeit mehr habe, mich dort zu bewerben, bei der Geschwindigkeit, mit der es bei meiner aktuellen Firma bergab geht.

Manchmal geht mir einfach die Geduld aus.
Bleibt nur uebrig zu sagen: Ich wuensch mir Glueck bei meinem Vorhaben...