Das Gesundheitssystem in den Staaten ist nicht gerade das Beste; das war mir bereits bekannt. Aber es ist dann schon etwas Anderes, wenn ich ploetzlich > 500 USD zahlen muss, weil ich mich einmal gruendlich habe durchchecken lassen. Ich bin platt. Und ein Hoch auf das Soziale Gesundheitssystem in Deutschland!
Wenigstens weiss ich nun, dass ich gesund bin.
Die Krankenversicherungen hier sind alle profitorientiert. Logisch. Deshalb geben sie Dir, je nach dem Plan, den Dein Arbeitgeber Dir gewaehrt, einen Basisfreibetrag pro Jahr, den Du ausschoepfen kannst ohne draufzuzahlen. Dieser Betrag war bei mir nach meinem ersten Arztbesuch voll ausgeschoepft. Auch wenn er schon recht human fuer Amerikanische Verhaeltnisse ist.
Das Problem ist, dass Du nicht weisst, wieviel jeder Besuch und jede Impfung kostet. Das macht eine Arztbehandlung entweder sehr teuer, oder zum Affentanz, bei dem der Arzt und der Patient sich sehr lange und sehr vorsichtig umkreisen, der Arzt auf seinen Profit bedacht und der Patient auf die Erhaltung seines teuer erarbeiteten monatlichen Gehaltes.
Und wehe, Du hast einen Unfall oder fuehlst Dich ungerecht behandelt. Dann hast Du alle Parteien gegen Dich.
Nun dann sind da Patienten, die sich einen guten Anwalt leisten koennen und damit vor Gericht gehen (und dabei gewinnen). Damit zwingen sie die Aerzte, eine entsprechend hohe Versicherung gegen solche Fehlbehandlungen abzuschliessen. Und sich einen guten Anwalt zu leisten.
Dementsprechend kommt es dann sehr unschoen zu Vorfaellen wie falsche Eintraege in den Krankenakten (herunterspielend, alles nur Wehwehchen), so dass der Patient dann spaeter nichts mehr nachweisen kann, wenn er das nicht wortwoertlich schwarz auf weiss gedruckt vorzeigen kann.
Kein Wunder, dass man hier in Kalifornien sehr stark auf den Erhalt seiner Gesundheit achtet. Hier moechte ich nicht chronisch krank werden.
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